"Ist ein Mensch krank, zeichnen sich die Träume oft durch ungewöhnliche Plastik und Deutlichkeit und durch eine außerordentliche Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit aus. Bisweilen ist der Traum im ganzen ungeheuerlich und phantastisch, aber Milieu und Ablauf des Geschehens sind dabei in solchem maße wahrscheinlich und zeigen so feine, unerwartete, aber künstlerisch der vollen Geschlossenheit des Bildes so sehr entsprechende Einzelheiten, daß im wachen Zustand der Träumende selber sie nicht ersinnen könnte, wäre er auch ein Künstler wie Puschkin oder Turgenjew. Solche Träume, krankhafte Träume, haften immer lange in der Erinnerung und machen auf den gestörten und erregten Organismus des Menschen tiefen Eindruck."
Dostojewskij, Schuld und Sühne: S. 72 , Z. 16 - 29 , Deutscher Taschenbuch Verlag
Seit Tagen sinne ich schon über diese Textstelle. Dostojewskij hat mich mal wieder gefangen und ich kann das Buch einfach nicht zur seite legen.
Auch wenn viele sagen das er schwer zu lesen sei, finde ich Tolstoi oder Puschkin schwerer. Dennoch lese ich sie gerne.
Aber Schuld und Sühne ist allein deswegen interessant, Dostojewskij stellt den seelischen Weg eines verzweifelten Jungen Studenten dar, der erst mordet und dann von seiner Tat heimgesucht wird und innerlich Buse tut. Ich kann das Buch nur empfehlen. Wenn wer lust auf etwas ältere und gehobenere Literatur hat.
Sonst.. gibt es nichts neues von mir. Das Leben dreht sich immer noch in den selben beschissenen Bahnen wie sonst auch. Und mich selber kann ich noch immer nicht ab. Aber naja. Das wird sich so schnell nicht ändern.
Die Menschen mit zu vielem Selbstwertgefühl könnten mir ruhig etwas abgeben. ZU viel ist auch nicht gesund.
Die Menschen mit zu vielem Selbstwertgefühl könnten mir ruhig etwas abgeben. ZU viel ist auch nicht gesund.